28h New York – zwischen smart und Mercedes Benz GLE

by • 3. April 2015 • featured, Locations, MobilitätComments (0)980

Sunrise - New York in 28 Stunden

Sunrise – New York in 28 Stunden

Macht es Sinn, für gerade mal 28 Stunden nach New York zu fliegen? Ja, denn mehr Bandbreite in weniger Zeit ist kaum machbar – genau wie auf der New York Auto Show. Mercedes beispielsweise zeigt dort erstmals den Nachfolger des ML namens GLE und konfrontierte die Amerikaner mit dem neuen smart.

Urban Jungle - nirgends trifft der Begriff so zu wie hier

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Eigentlich hätten es ja 32 Stunden werden sollen, aber ein Sturm namens Niklas und die durch ihn verursachten Verzögerungen ließen uns erst mit vier Stunden Verspätung im Big Apple landen – geschenkt. Erstkontakt zur Stadt: Standesgemäß in einer Limousine. Unser Fahrer zeigt sich mit der Navi des Autos überfordert, kennt aber scheinbar diverse Schleichwege, was zu einer ersten, ungeplanten Sightseeingtour führt. New York ist eine Autostadt und doch keine Autostadt. Jeder fährt oder wird gefahren und steht somit irgendwie im Stau, aber private PKWs hingegen sind zumindest in Manhattan eher dünn gesät. Verständlich, wenn das Parken schon mal 20 Dollar kosten kann – pro Stunde. Also füllen erwartungsgemäß eher gelbe Taxen die Straßen, aber auch immer mehr Limousinen oder Fahrdienste. Die „Uber“ Schilder beispielsweise sieht man häufig, der Fahrdienst per App hat hier absolute Berechtigung. Schließlich hat hier jeder zwei bis drei Jobs, um seinen Lebensunterhalt zu bestreiten, dennoch reicht das Einkommen ehr nicht für das Traumauto, dazu sind die Folgekosten in Manhattan einfach zu hoch und U-Bahn und Taxi zu günstig.

 

„Der Mercedes ML wird zum GLE“

Und uns zieht es zur NYIAS, der New York International Auto Show. Neben dem Pflichttermin in Detroit im Januar sind die Messen in New York und Los Angeles die beiden eher publikumsorientierten Shows. Mercedes zeigt hier zwei Neuheiten: Zum Einen den GLE, den Nachfolger des ML. Die Umbenennung ist Teil der Neustrukturierung bei der Nomenklatur. Alles, was irgendwie Offroad oder Crossover ist, trägt jetzt die führenden Buchstaben GL, ergänzt um den Buchstaben der Baureihe, auf dem das Modell basiert. Den GLA gibt es bereits, der ML heißt nun GLE, ergänzt um den Coupé-Ableger, der GLK wird zum GLC und der GL zum GLS. Verstanden? War ja auch einfach. Nur das G-Modell heißt weiter G-Modell, quasi das Urmeter der Kantigkeit. Der GLE ist gelungen, das kann man schon vor der Fahrveranstaltung behaupten. Formal schön, ausstattungstechnisch gewohnt brillant und in Sachen Motorisierung gibt es die komplette Flöte vom vermutlich fair eingepreisten Diesel bis hinauf zum brachialen AMG. Selbst einen Plug-In Hybrid wird es geben, der die gesetzlich geforderten 30 km rein elektrisch zurücklegen kann. Gut gemacht.

„Der Platz, den ein Pickup zum Rangieren benötigt, reicht dem fortwo oft schon zum Parken“

Thema Nummer zwei heißt smart. Der neue Kompakte kommt jetzt auch in die Staaten, erst einmal nur als fortwo, gewissermaßen der automobile Kontrapunkt zu allem anderen, was auf der Messe steht. Die meisten Müllcontainer in den Hinterhöfen der Metropole wirken größer als der clevere Zweisitzer, aber dennoch hat schon der bisherige smart seinen festen Platz im Straßenbild New Yorks. Ob SoHo oder Chelsea, überall entdeckt man smarts zwischen Limousinen und SUVs. Wie auch hierzulande nutzen die Fahrer jedes freie Fleckchen an den Bordsteinkanten und der Platz, den ein Pickup zum Rangieren benötigt, reicht dem fortwo oft schon zum Parken. Diese Bandbreite macht den Alltag in NY aus und in den wenigen Stunden zwischen Messe und Abflug kann man den alltäglichen Wahnsinn auf sich wirken lassen. Stoßstange an Stoßstange nutzen die Autofahrer hier jeden Zentimeter, pardon Zoll, der sich auftut und die Flut an Fußgängern zwängt sich ungeachtet irgendwelcher Ampelfarben dazwischen. Wer stehenbleibt oder aufblickt, verliert, das scheint hier das Motto zu sein.

„Dabei sein oder drüber stehen“

28 Stunden nach dem Touchdown hat uns der Flughafen wieder. Auf dem Weg dorthin kamen wir nochmals in den Genuss des dichten Verkehrs, untermalt von klassischer Musik aus dem Digitalradio unseres Shuttles. Knapp 90 Minuten vom Hotel zum Terminal, in der Zeit ist man bei uns schon einige Städte weiter gekommen. Das legt das Fazit nahe, dass man bei Mercedes vieles richtig macht. Jeder kann seine Form von Mobilität bekommen, sei es entrückt vom Chaos auf den Straßen am Steuer eines (noch nicht selbst fahrenden) SUV oder auf der Suche nach der perfekten Lücke und der gleichzeitigen Flucht vor den üppigen Schlaglöchern im smart. Wahrscheinlich sind es nicht mal wenige, die beides in der Garage haben und vor jeder Fahrt aufs Neue die Wahl zwischen dabei sein oder drüber stehen treffen.

Good bye Big Apple

Good bye Big Apple

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