35 Millionen Pixel – Apple MacBook Pro

by • 2. November 2016 • Elektronik, KommunikationComments (0)2801

Mit zwei externen 5K-Monitoren ist man mit dem MacBook Pro Herr über 35 Millionen Pixel

Mit zwei externen 5K-Monitoren ist man mit dem MacBook Pro Herr über 35 Millionen Pixel

Apple ist der Verzichtkönig, der Reduktionskönig, der „Wir machen das einfach so“-König. Hat schon oft geklappt. Mit CD- und DVD-Laufwerken und diversen Steckerstandards. Das neue MacBook Pro hat radikal nur noch Thunderbolt 3-Schnittstellen. Und eine Kopfhörerbuchse. Kann man damit arbeiten?

Vier Thunderbolt 3 / USB-Type-C Anschlüsse und ein Kopfhörerport - that's it

Vier Thunderbolt 3 / USB-Type-C Anschlüsse und ein Kopfhörerport – that’s it

Was für ein Aufschrei! „Das kann man doch nicht machen“, „Mich habt ihr verloren“ oder „Ich wechsle jetzt endgültig die Marke“. So oder ähnlich waren die ersten Reaktionen auf Apples neue MacBooks, die zugegebenermaßen mit ihren vier (bzw. 2) Ports im Lightning3-Standard, der übrigens kompatibel zu USB-Type-C ist, kompromisslos sind, wie kaum ein Produkt zuvor. Okay, das MacBook (ohne Pro) hat sogar nur einen Port im USB-Type-C-Format, aber das gilt ohnehin eher als Damenvariante. Aber die Pros, die Arbeitsmaschinen der Kreativgötter, die im Schein des Displaylichts ihre Filme schneiden, ihre Fotos bearbeiten, ihre Blogs mit Inhalt füllen, die sollen jetzt mit viermal Thunderbolt auskommen? Was passt denn da überhaupt dran?

Thunderbolt 3 ist verdammt schnell

„Die Pros, die Arbeitsmaschinen der Kreativgötter, die im Schein des Displaylichts ihre Filme schneiden, ihre Fotos bearbeiten, ihre Blogs mit Inhalt füllen, die sollen jetzt mit viermal Thunderbolt auskommen?“

13 oder 15 Zoll? Das ist die Frage beim MacBook Pro

13 oder 15 Zoll? Das ist die Frage beim MacBook Pro

Nicht viel vorerst, so viel ist richtig, der eine oder andere Adapter wird also zum Einsatz kommen müssen, und wenn es nur dafür ist, um einen USB-Stick zu benutzen oder eine SD-Karte auszulesen. Aber führen wir uns mal die Vorteile der Ports zu Gemüte. Übertragungsgeschwindigkeiten bis zu 40 GBit/s sind ein Wort. Beim MacBook Pro mit 15 Zoll liefern alle vier Ports diese Geschwindigkeit, beim 13er nur die beiden auf der linken Seite. Die anderen sollen aber kaum langsamer sein und mit USB 3.1 betrieben, strömen aus allen Anschlüssen noch bis zu 10 GBit/s – damit kann man arbeiten, finden wir.

 

Alle vier Ports taugen dazu, das MacBook Pro zu laden, was überaus praktisch ist. Erstens hat man so die Wahl, ob die Netzleitung von rechts oder von links kommen darf und zweitens braucht man so bei der Arbeit nicht etwa erst ein Gerät abzunabeln, weil man dieses zufällig an die einzige Ladebuchse gesteckt hat. Wo Strom reingeht, kommt er auch raus, im Falle des Pro sind das bis zu 45 Watt, mit denen Peripherie versorgt werden kann. Zwei Geräte dürfen je bis zu 15 Watt saugen, die zwei, die danach eingesteckt werden, immerhin noch bis zu 7,5 Watt.

Zwei 5K-Displays am MacBook Pro

Ein ganz entscheidender Vorteil dürfte die Fähigkeit sein, über die schnelle Schnittstelle externe Bildschirme anzuschließen und das gleich im pixelflutigen 5K-Format. Nicht genug damit, es können sogar bis zu zwei solcher Screens angedockt werden, was aus dem MacBook einen echt luxuriösen Arbeitsplatz machen kann. Zusätzlich zum brillanten Display des MacBooks selbst das 67 Prozent heller als bei den Vorgängermodellen sein soll, hat man dann insgesamt eine gigantische Arbeitsfläche zur Verfügung.

 

„Mit zwei großen, externen Displays hat man dann insgesamt – Trommelwirbel – 35 Millionen Pixel zur Verfügung“

Und was schließt man da an? Die Zeiten der Apple-eigenen Displays sind ja nun vorbei oder pausieren zumindest. Zur Präsentation wählte man in Cupertino daher die Kombination mit zwei brandneuen LG-Displays. Als 21,5- oder 27-Zöller liefern die via Thunderbolt/USB-Type-C angeschlossenen Schirme Auflösungen von 4096 x x2304 bzw. 5120 x 2880 Pixeln. Mit zwei der großen Displays hat man dann insgesamt – Trommelwirbel – 35 Millionen Pixel zur Verfügung. Mit der Ästhetik der Apple-Monitore können die Koreaner vielleicht nicht mithalten, dafür bieten sie technische Finessen wie zusätzliche USB-C-Anschlüsse, integrierte Kamera, Lautsprecher und Mikrofon und sind in der Lage, das MacBook auch zu laden, sodass am Schreibtisch kein weiteres Netzteil benötigt wird.

 

MacBook Pro mit Touch Bar

Wer über die radikale Schnittstellen-Kur hinweg ist, hat die Muße, sich mit dem augenfälligsten Feature der neuen MacBook-Generation zu beschäftigen, der Touch Bar. Dahinter verbirgt sich ein oberhalb der Tastatur eingelassenen Display in OLED-Technik, das als Erweiterung zur Bedienung genutzt werden kann. Abhängig vom verwendeten Programm können hier unterschiedliche Inhalte und Funktionen abgebildet werden. In einem Videoschnitt-Programm beispielsweise werden neben den wichtigsten Zusatzfunktionen auch die Inhalte des jeweiligen Clips visualisiert, um dort schnell navigieren zu können.

Der schönste Platz ist an der Bar, der Touch Bar des MacBook Pro

Der schönste Platz ist an der Bar, der Touch Bar des MacBook Pro

Das ist genau der Mittelweg zum – wie wir finden – bei Notebooks eher unpraktischen Touchscreen. Zur Präsentation gab es bereits Implementationen für Videobearbeitungssoftware und eine DJ-App zu sehen. Schöner Nebeneffekt: Die Touch Bar fungiert auch als Fingerabdruckerkennung Touch ID und kann so den Zugriff aufs Notebook managen und den Einkauf im Internet sicherer machen. Der Alltagsnutzen hängt jetzt im Wesentlichen davon ab, was die Software-Entwickler daraus machen. Die tradierten Funktionstasten zu opfern, passt zum radikalen Kahlschlag, den Apple beim neuen MacBook Pro betrieben hat. Einzig bei den Preisen hat man nicht gekürzt, der Einstieg beginnt beim 13-Zoll Modell optisch zwar bei 1.700 Euro, allerdings hat diese Sparvariante keinen Touch Bar und nur zwei Thunderbolt 3 Anschlüsse. Wer beides haben möchte, ist hier ab 2.000 Euro dabei. Mit 15 Zoll beginnt der Spaß bei 2.700 Euro, „fully loaded“ mit flottestem Prozessor, noch schnellerer Grafikkarte und beeindruckender 2 TB SSD stehen dann 4.999 Euro auf der Rechnung.

MacBook Pro

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