iPhone 7 und 7 Plus – Was wirklich zählt

by • 7. September 2016 • Elektronik, KommunikationComments (0)3701

Das iPhone 7 Plus in Jet Black

Das iPhone 7 Plus in Jet Black

Killer-Features, Killer-Apps, Killer-Specs? Braucht man nicht. Stattdessen ein harmonisches Ganzes mit vielen Details, die wir im Alltag schätzen lernen werden. Warum das iPhone 7 und mehr noch sein großer Bruder 7 Plus die begehrenswertesten Smartphones sein dürften, die es gibt.

Carpool Karaoke mit Tim Cook

Carpool Karaoke mit Tim Cook

Gibt es im Jahr neun nach der Präsentation des ersten iPhones noch Raum für Revolutionen? Vielleicht nicht. Vielleicht ist aber auch gerade das die Revolution? Heute feierte sich Apple in San Francisco zumindest anfänglich in ungewohnter Lockerheit. Wer die charmante Carpool Karaoke Einführung nicht gesehen hat, möge sich die Aufzeichnung der Keynote anschauen.

Die Fakten zum iPhone 7

Schluss mit dem Vorgeplänkel, kommen wir zu den Fakten: Das iPhone 7 kann vieles besser als das 6S. Die Kamera ist besser, die Bildelektronik ist besser, die nachgeschalteten Prozesse sind besser. Wen die Detail interessieren, der kann sie in epischer Breite auf Apples Website und auf Millionen von Blogs nachlesen. Beim iPhone 7 Plus gibt es sogar gleich zwei Kameras, eine mit doppelte Brennweite, also ein Teleobjektiv. In Apples Präsentation wird daraus, weil man digital nahtlos zwischen Weitwinkel, Tele und darüber hinaus den Bildausschnitt variieren kann, ein Zoomobjektiv, das bis zu zehnfache Vergrößerung ermöglicht. Alles jenseits von Faktor zwei ist allerdings digital errechnet. Das ist nicht weiter schlimm, wirklich. Alleine das optische Zoom mit Faktor zwei ermöglicht die Schüsse, bei denen man bislang nicht nahe genug ans Motiv kam. Und nachdem das iPhone in vielen Fällen die einzige Kamera ist, die jemand dabei hat, ist das ein unglaublicher Gewinn, speziell, da das Tele mit nur einem Fingertipp aktiviert ist. Doch die Kamera kann noch mehr: Mit einem Wisch ist man im Porträt-Modus in dem selektiv die Tiefenschärfe beeinflusst wird, der Hintergrund wird unscharf, das Hauptmotiv sticht dadurch noch besser aus der Aufnahme heraus.

Im Porträtmodus lässt sich der Hintergrund bewusst unscharf halten

Im Porträtmodus lässt sich der Hintergrund bewusst unscharf halten

Noch mehr Gründe für einen Wechsel? Das iPhone ist jetzt wasserfest. Nicht so, dass man tauchen könnte, aber der Absturz ins Schwimmbecken oder der tropische Regenschauer sollen dem wertvollen Kommunikator nun nichts mehr ausmachen. Gut so, ein Thema weniger, um das man sich Sorgen machen muss. Das Display stellt einen erweiterten Farbraum dar (den die Kameras übrigens auch aufnehmen), was zu nochmals verschärfter Konkurrenz zu ausgewachsenen Kameras führen dürfte.

Drahtlos statt Klinke

Kein Fortschritt ohne Verluste: Den gewohnten Kopfhöreranschluss sucht man beim iPhone 7 vergebens. Nur noch Lightning steht zur Kommunikation zur Verfügung, was schon in einigen entsprechend gerüsteten Kopfhörern resultiert. Die klassischen, weißen Stöpsel mit entsprechender Steckverbindung werden daher gleich mitgeliefert, dito auch ein Adapter, um lieb gewonnenes Ohrgeläut nicht ausmustern zu müssen. Viel lieber sähe man in Cupertino aber zukünftig drahtlose Kopfhörer aller Arten und präsentiert darum auch gleich eine passende Kollektion. AirPods heißen die drahtlosen, natürlich weißen Ohrstöpsel, die gleich samt passendem Case zum Aufbewahren und Laden geliefert werden. Während die Pods etwa 5 Stunden Musik liefern, hat das Case Reservestrom für insgesamt 24 Stunden an Bord und kann bequem über einen Lightning-Port aufgeladen werden. Rein rechnerisch sollten die AirPods dann in einer halben Stunde wieder gefüllt sein. Alles Bluetooth, oder was? Offensichtlich nicht, denn Apple hat sowohl im iPhone selbst, als auch in den AirPods einen Chip namens W1 verbaut, der auf eine proprietäre Kommunikation schließen lässt. Um das zu unterstützen, wurde auch gleich eine ganze Reihe von Beats-Kopfhörern angekündigt, die diese Art der Kommunikation unterstützt. Man wird sehen, wie sich diese Verbindung im Vergleich zu Bluetooth schlägt, dass natürlich beim iPhone 7 ebenfalls an Bord ist. Denkt man das Konzept weiter, dürften uns auch portable Lautsprecher mit W1-Chip docken, prinzipiell alles, was mit den neuen iPhones drahtlos in bester Qualität kommunizieren soll, könnte so ausgestattet sein.

Drahtlos, aber nicht per Bluetooth: Die AirPods sollen unbeschwerten Musikgenuss liefern

Drahtlos, aber nicht per Bluetooth: Die AirPods sollen unbeschwerten Musikgenuss liefern

Noch was? Ach ja, es gibt eine neue Farbe, eigentlich gleich zwei. Das optische Highlight ist ein hochglänzendes Schwarz, das in den USA Jet Black heißt, hierzulande wurde es ein wenig ideenlos Diamantschwarz getauft, mal sehen, welcher Begriff sich eher durchsetzt. Dazu gibt es auch eine mattschwarze Variante, die den schlichten Namen Schwarz trägt. Speichertechnisch wurde endlich aufgestockt, die unselige 16 GB-Variante gehört der Vergangenheit an, stattdessen stehen 32, 128 und 256 GB zur Auswahl, bei unveränderten Preisen zu den „halbstarken“ Vorgängermodellen. Der Einstieg ins iPhone 7 Vergnügen beginnt somit bei 759 Euro für das iPhone 7 mit 32 GB und endet bei 1.119 euro für das 7 Plus mit 256 GB.

Mattschwarz oder Jet Black? Das iPhone 7 wird neue Farben bieten

Mattschwarz oder Jet Black? Das iPhone 7 wird neue Farben bieten

Fazit

Es ist die Summe der Details, die das iPhone 7 und mehr noch den großen Bruder 7 Plus begehrenswert macht. Die bisher schon phantastische Kamera dürfte nochmals deutlich besser geworden sein, von Features wie der Teleoptik, die das 7 Plus zu unserem Favoriten macht, dem erweiterten Farbraum und der Porträt-Funktion mal ganz abgesehen. Dazu mehr Dampf, mehr Speicher und überhaupt mehr von allem – wir sind begeistert. Ab dem 9. September kann vorbestellt werden, die Auslieferung beginnt bereits an dem 16. September.

http://www.apple.com/de/iphone/

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