Raumfeld Wireless Soundbar – Wunder-Bar

by • 11. Dezember 2015 • Audio, Elektronik, featuredComments (0)1085 •

Raumfelds Soundbar ist mehr als ein TV-Tonverbesserer, er ist eine vollwertige Multiroom-Komponente

Raumfelds Soundbar ist mehr als ein TV-Tonverbesserer, er ist eine vollwertige Multiroom-Komponente

Soundbars gibt es wie den vielzitierten Sand am Meer. Soundbars, die Bestandteil eines Multiroom-Systems sind, kann man dagegen noch an einer Hand abzählen. Der jüngste Neuzugang in diesem spannenden Segment kommt von Raumfeld aus Berlin.

 

Über die Komponenten von Raumfeld haben wir ja schon des Öfteren begeistert berichtet. Seit einigen Tagen gibt es im Sortiment des Berliner Herstellers auch den „Missing Link“, einen Soundbar, der sich nahtlos in das grandiose Multiroom-System einfügt. Wir konnten eines der wenigen Vorab-Exemplare testen.

Erstkontakt

Raumfelds Soundbar besticht schon beim Auspacken, denn das reduzierte Design, eine liegende Säule mit ungefähr quadratischem Querschnitt, und die extrem ausgewogenen Proportionen machen den Neuzugang im Raumfeld-System zu einem echten Eyecatcher. Die weiße Variante, die wir zum Test hatten, dürfte in nahezu jedem Wohnumfeld eine hervorragende Figur machen. Wer es eher klassisch schwarz bevorzugt, wird bei Raumfeld jedoch auch fündig. Zum eleganten Riegel gehört aber auch noch ein passender Aktivsubwoofer, der – das freut die Feinde des Kabelsalats – drahtlos an den Soundbar angebunden ist. Die Bauform des leistungsfähigen Tieftöners wurde so gewählt, dass er dank nur 12 Zentimetern Bauhöhe wahlweise unter Sofas und Schränken positioniert werden kann, alternativ macht er sich hochkant an der Wand schlank und geht dort notfalls auch hinter Gardinen getarnt seiner Arbeit nach. Doch eigentlich ist der in schickem Schleiflack und Aluminium ausgeführte Sub zum Verstecken viel zu schade. Der Installationsaufwand hält sich physikalisch also in engen Grenzen, Soundbar und Sub benötigen nur Strom, dazu kommt eine Verbindung vom TV-Gerät, um dort am Ton zu naschen. Dazu gibt es einen HDMI-Anschluss, der sich nicht nur das Audiosignal aus dem Fernseher holt, sondern über CEC auch die Kommunikation mit diesem übernimmt.

Viel Technik - kompakt verpackt. Das wirklich edle Gehäuse beherbergt alles, was für raumfüllenden Sound notwendig ist

Viel Technik – kompakt verpackt. Das wirklich edle Gehäuse beherbergt alles, was für raumfüllenden Sound notwendig ist

Sind beide Komponenten mit Strom versorgt, startet die Konfiguration per App auf dem Smartphone oder Tablet (iOS und Android). Das ganze Prozedere dauert nur wenige Minuten, schon ist der Raumfeld Soundbar einsatzbereit. Den Entwicklern war klar, dass man beim abendlichen Filmgenuss nicht immer mit dem Smartphone hantieren möchte, daher funktioniert die Lautstärkeregelung dank der HDMI-Verbindung auch über die Fernbedienung des Fernsehers. Für noch mehr Möglichkeiten gaben sie dem Soundbar aber auch eine Fernbedienung mit auf den Weg. Diese erlaubt nicht nur das schnelle Umschalten zwischen dem TV-Ton und anderen Quellen, sondern auch das Wechseln zwischen unterschiedlichen Surround-Modi, mehr dazu später. Die anderen Quellen können lokal eingebunden sein – über den Cinch-Eingang, optisch digital oder via USB – oder man greift auf die Flut der Streamingdienste zu, bei Raumfeld sind das beispielsweise Napster oder das geniale, optional unkomprimiertes Tidal sowie das nahezu unüberschaubare Angebot an Internetradios. Die vier „Stationstasten“ auf der Fernbedienung aktivieren die bevorzugten Musikquellen, im TV-Betrieb dienen sie zum Wechsel zwischen den erwähnten Klangfeldern. Insgesamt stecken im Soundbar nämlich sechs Breitbandlautsprecher, die vom integrierten DSP unterschiedlich angesteuert werden können und so auch ohne zusätzliche Rear-Lautsprecher für ein einhüllendes Klangerlebnis sorgen. Neben dem puristischen Stereo-Modus lassen sich mit den Tasten die Betriebsarten Arena, Theater und Voice anwählen, die Namen sprechen wohl für sich.

Der drahtlos angebundene Subwoofer lässt sich sowohl stehend als auch liegend betreiben

Der drahtlos angebundene Subwoofer lässt sich sowohl stehend als auch liegend betreiben

Mit einer Gesamtleistung von 180 Watt liefert der Soundbar an sich schon ganz ordentlich Dampf, in Verbindung mit dem drahtlosen Subwoofer, der für seine drei großvolumigen Tieftöner nochmals 240 Watt zur Verfügung hat, ergibt sich ein spektakuläres Gesamterlebnis. Unser Test beginnt mit – wie sollte es anders sein – Kino. Jurassic World von Blu-ray sorgt nicht nur für ein Dschungelerlebnis auf dem Bildschirm, der begleitende Soundtrack fordert auch das Raumfeld-Duo. Doch die Berliner geben sich keine Blöße: Präziser Bass bei den Effekten, gut verständliche Dialoge und sauber akzentuierte Hintergrundmusik harmonieren ausgezeichnet miteinander. Der „Theater“-Modus ist hier die bevorzugte Wahl. Beim sonntäglichen Tatort zu später Stunde lassen wir den Soundbar im Voice-Modus laufen, das optimiert die Verständlichkeit bei Fachgesprächen in der Pathologie. Zu guter Letzt folgt Musik von Tidal: Instrumente klingen satt, Stimmen natürlich und selbst die Räumlichkeit kann man angesichts der Basisbreite von knapp einem Meter nicht ernsthaft bemängeln. Wer mag, kann hier statt im Stereomodus auch die anderen Spielarten verwenden.

Wenn schon Soundbar, dann bitte einer mit Multiroomfunktion und so wie dieser. Raumfeld hat hier ein rundum gelungenes Konzept abgeliefert. Design: großartig. Bedienung: Genial. Klang: Rundum begeisternd. 1.300 Euro www.raumfeld.de

Wertung

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