Die wollen nur spielen

by • 14. April 2020 • Elektronik, featured, GamesKommentare deaktiviert für Die wollen nur spielen453

Gamer, die man nicht so erwartet

Maps statt Rasen, Headsets statt Pfeifen und Klicken statt Kicken – der deutsche Fußballclub Schalke 04 erkennt bereits seit Mai 2016 das Potenzial des eSports. Der sportliche Wettkampf mithilfe von Rechenleistung hat in Südkorea sogar schon Tradition. Allmählich gewinnt der Trend aber auch bei uns in der westlichen Welt an Bedeutung, und Computerhersteller sehen ein hohes Marketing-Potenzial. Dass man mit Gaming nicht immer nur die üblichen Zielgruppen verbinden sollte, wollen wir hier zeigen.

eSport beschreibt das kompetitive Spielen von dafür geeigneten Video- und Computerspielen. In diese Kategorie fallen etwa bekannte Spiele wie World of Warcraft, die MotoGP-Serie oder Fortnite. Jedes Spiel verlangt dabei andere Stärken, darunter fallen beispielsweise strategisches Geschick, Reaktionsvermögen und Mannschaftsgeist. Zusätzlich braucht es eine gewisse Portion Talent, um zu den Besten der Besten zu gehören.

Dass Talent alleine jedoch nicht reicht, beweisen die Professionalisierung der Spieler und das Fokussieren auf ein Spiel. Die erfolgreichsten Vertreter des eSports trainieren hauptberuflich 40 Stunden die Woche ein festgelegtes Spiel, in dem sie herausragend gut sind. Der sportliche Wettkampf motiviert sie und erzeugt Faszination. So verfolgten 2019 rund 2,3 Millionen Live-Zuschauer weltweit das Finale der Weltmeisterschaft von Fortnite. Ein Rekord, der wenige Monate später mit circa 3,7 Millionen Live-Zuschauern von einer Turnierübertragung des Computerspiels League of Legends übertrumpft wurde. Dabei wurden nicht mal die Fans in China einbezogen, weil Zahlenmaterial fehlte.

Beim Lenovo Legion Battle Royale Bootcamp in Kalifornien bekommen Fortnite-Spieler Nachhilfe von ihren Idolen.

Preisgelder im Millionenbereich

Mit den rasant wachsenden Zuschauerquoten, die hauptsächlich über das Internet zustande kommen, steigen ebenfalls die Gehälter der professionellen Spieler und die Preisgelder in der Szene. Eines der bekanntesten Gesichter im eSport, Lee „Faker“ Sang-hyeok, soll ein Jahresgehalt von 2,5 Millionen US-Dollar beziehen. Dazu kommen für ihn noch Sponsorenverträge und bereits gewonnenes Preisgeld von über 1,1 Millionen US-Dollar. Die Höhe der Einnahmen sowie der Grad der Aufmerksamkeit variieren je nach erbrachter Leistung und Spiel. Es gibt verschiedene Spielgenres, sodass die eSport-Szene sehr vielfältig aufgestellt ist.

Eines der bekanntesten Gesichter im eSport, Lee „Faker“ Sang-hyeok, soll ein Jahresgehalt von 2,5 Millionen US-Dollar beziehen. Dazu kommen für ihn noch Sponsorenverträge und bereits gewonnenes Preisgeld von über 1,1 Millionen US-Dollar.

Diese Diversität im eSport will der Computer- und Smartphone-Hersteller Lenovo mittragen. Zum einen geschieht dies in der Anzahl der Spiele, die unterstützt werden. Dank der Kooperation mit Team SoloMid in den USA sponsert Lenovo etwa professionelle Wettkämpfer der Spiele Hearthstone, PUBG und Teamfight Tactics. Das ist eine Spannbreite, die von kurzweiligen Kartenspielen über actiongeladene Mehrspieler- bis hin zum Ego-Shooter reicht. Bei einem Lenovo Legion Battle Royale Bootcamp konnten letzten Sommer außerdem die Sieger eines vorhergegangenen Gewinnspiels zwei Fortnite-Spitzenspieler treffen, um von ihnen zu lernen.

Stößt nicht auf taube Ohren bei den Grey Gunners: Ulla Ström schwört auf gute Kommunikation im Spiel

Spielen wird erwachsen: Grey Gunners und Silver Sniper

Zum anderen sponsert Lenovo in Europa die Senioren-Teams Grey Gunners sowie Silver Snipers – auch Game-Streamerinnen wie Naguura wurden in der Vergangenheit gesponsert. Zwar wird die kompetitive eSport-Szene primär von männlichen Spielern im Alter von 18 bis 25 Jahren dominiert, aber es gibt eben auch wichtige und erfolgreiche Nischen abseits des Mainstreams. Game-Streaming-Plattformen wie Twitch oder Mixer von Microsoft ermöglichen jedem Spieler wie auch Team den Aufbau eigener Fan-Communities und fördern somit die Vielfältigkeit des eSports.Die 67-jährige Inger „Trigger Finger“ Grotteblad (Gamer führen einen Nicknamen im Spiel) von den Silver Snipers freut sich, wenn sie auf der Straße von jüngeren Fans angesprochen wird. Das spornt sie und ihre Mannschaftskollegen an, weiter zu spielen. Sie spricht hierbei sogar von einer „Mission“. eSport ermöglicht in diesem Fall einen Generationenaustausch, bei dem die Silver Snipers in ganz Schweden bekannt wurden dank moderner Computertechnik.

Leistungsstarke Rechner, ausgelagerte Server sowie eine schnelle Internetverbindung sind die Basis des eSports. Das Spektakel wird dann unmittelbar auf Online-Videoplattformen übertragen. In Südkorea und Polen gibt es sogar im öffentlichen Fernsehen Live-Ausstrahlungen von Wettbewerben. Wer noch näher am Geschehen sein will, besucht einfach selbst eine der Arenen oder Hallen, in denen die Austragung stattfindet. 20.000 Besucher sind da keine Seltenheit mehr.

Die passende Hardware? Leistungsfähig

Und nach dem Mitfiebern und Anfeuern kann man selbst seinen Helden nacheifern. Die beliebtesten Online-Spiele sind meist kostenlos. Dann bedarf es nur noch einer stabilen Internetverbindung sowie eines performanten Computers. Professionelle Spieler geben Antwort, welche Hardware-Features wirklich ausschlaggebend für die eigene Leistung sind, damit jeder das Maximum seines Könnens herausholen kann.

Gewöhnliche Monitore können bis zu 60 Bilder pro Sekunde anzeigen. Die Bildschirme der Lenovo Legion Y740 Gaming-Laptop-Serie schaffen sogar 144 Bilder pro Sekunde. Die Hertz-Angabe (Hz) verrät, wie viele Bilder pro Sekunde ein Display wiedergeben kann. Die aktuellen NVIDIA Ge-Force RTX-Grafikkarten der Legion Y740-Laptops sorgen zudem dafür, dass die sehr hohen Bildwiederholungsraten überhaupt berechnet werden können. Spezielle Gaming-Monitore wie der Lenovo Legion Y27gq-25 erreichen sogar Spitzenwerte von 240 Hz. Dass sich das Investment in eine flüssige Spielerfahrung lohnt, bestätigt auch Harry „Dirty Harry“ Mälkki von den Grey Gunners.

Leistungsstarke Hardware kann auch mobil sein: Lenovos Gaming-Notebooks bieten reichlich Dampf

Öivind „Windy“ Toverud von den Silver Snipers hebt sogar eine Bildwiederholungsrate von 144 Hz sowie eine schnelle SSD-Festplatte als wichtigste Hardware-Features fürs Gaming hervor. Die fortschrittliche Speichertechnologie SSD (Solid-State-Drive) gilt seit Jahren als effizienter Beschleuniger der Systemleistung und findet bereits in preiswerten Computern wie dem Desktoprechner Lenovo Legion T530 seinen Einsatz.

Neben diesen klassischen PC-Komponenten sind die interviewten Gamer sich einig, dass ausgerechnet die Kommunikation von hoher Relevanz für den Erfolg im Spiel wäre. Streamerin Naguura stellt die Notwendigkeit guter Kommunikation sogar über die Notwendigkeit flüssiger Grafikabläufe, wenn es um Team-Spiele geht. Sie empfiehlt Gelegenheitsspielern, die sich verbessern wollen, ein Headset mit einem guten Mikrofon. Dieses dient nicht nur dem Austausch mit seinen Teamkollegen, es helfe auch dabei, die Aktionen des Gegners zu hören und schnell darauf zu reagieren, sagt Ulla „General Ulla“ Ström von den Grey Gunners.

Eine passende Lösung bietet da Lenovo mit dem Lenovo Legion Surround-Sound-Headset an. Solch ein Headset bietet praktische Zusatzfunktionen wie eine immersive Surround-Sound-Technologie, die spezielle Anpassung der Audio-Wahrnehmung für Spiele sowie ein abnehmbares Mikrofon mit Geräuschunterdrückung. Und unterwegs kann das Legion Head-set über die 3,5 mm Audioschnittstelle ans Android-Smartphone angeschlossen werden, womit es universell einsatzbar ist.

Desktop schlägt Laptop

Am beliebtesten ist bei den befragten Profi-Spielern übrigens der altbekannte Desktop-Computer und nicht etwa ein Gaming-Laptop. Die perfekte Ausstattung sieht dabei für die Streamerin Naguura unauffällig und ordentlich aus. Die hohe Leistungsfähigkeit solle dem PC wie auch den Peripheriegeräten nicht angesehen werden. Diese Vorstellung teilt auch das Design-Team von Lenovo Legion. Der Slogan „Stylish on the outside. Savage on the inside.“ bringt den Gedanken auf den Punkt.

„Stylish on the outside. Savage on the inside“ – so der Slogan des Lenovo Designteams

Zum Beispiel werden die hauseigenen Laptops so designt, dass sie von gewöhnlichen Notebooks kaum zu unterscheiden sind. Erst per Knopfdruck lässt sich eine regenbogenfarbene Beleuchtung der Tastatur, der Lüfter und des Logos einschalten, was dann die wahre Identität der Gaming-Maschine verrät. Das Konzept soll allen Student/-innen und Berufstätigen einen Laptop zur Hand geben, den sie in die Universität oder zu Arbeitszwecken mitnehmen können, ohne Bedenken haben zu müssen, in der Öffentlichkeit als Hobbyspieler enttarnt zu werden.

Dennoch scheint eSport noch nicht auf volle Akzeptanz zu treffen, wie die Absage des eSports als olympische Disziplin im Jahr 2018 zeigt. Konservative Sportvertreter ignorieren die kulturelle Entwicklung, doch Game-Streamerin Naguura ist nicht traurig darüber. Sie ist vielmehr begeistert, dass die eSport-Szene noch in den Kinderschuhen steckt und sich ihre Ästhetik völlig frei entwickeln kann. Kari „Rock“ Waldén von den Grey Gunners sieht das Potenzial im eSport, in allen Altersgruppen relevanter zu werden. Damit sollte einer Anerkennung als olympische Disziplin in Zukunft nichts mehr im Weg stehen. Aber auch ohne diese bringe eSport seiner Meinung nach ebenbürtige, globale Wettkämpfe hervor.

Wie eingangs erwähnt, besteht ein hohes Marketing-Potenzial im eSport. Schalke 04 ist so nicht der einzige große Fußballclub in Deutschland, der Nachwuchstalenten im Gaming eine Plattform bietet. Auch Eintracht Frankfurt gab im Sommer letzten Jahres sein Engagement im eSport bekannt. Gerade die nationale Förderung junger Spieler steht im Vordergrund. Es bleibt zu hoffen, dass bei all der Vermischung bekannter Größen mit dem eSport nicht der kreative Pioniergeist der Szene auf der Strecke bleibt.

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