Premium Economy – Apples iPhone 5c und 5s

by • 11. September 2013 • KommunikationComments (0)2144

iPhone 5c

iPhone 5c

Zu gut für die Erwartung! Apples iPhone 5C definiert (leider) nicht das Einsteigersegment, sondern macht den Einstieg in die iOS-Welt bezahlbarer. Bezahlbar genug, um die Androiden auszustechen? Eher nicht. Ist das günstige iPhone eine nähere Betrachtung wert?

10. September 2013, Apple stellt eine neue iPhone-Generation vor. Die Erwartungen? Hoch. Die Ankündigungen? Absolut Apple. Statt eines von einigen Auguren erwarteten Billig-Smartphones liefern die Kalifornier eine „günstige“ Variante namens 5c und ein in vielen Punkten perfektioniertes 5s.

Apple macht jetzt auch in Hüllen

Apple macht jetzt auch in Hüllen

5c

C steht für Color, nicht für cheap – so viel ist klar. In den farbenfrohen Kunststoffgehäusen verbirgt sich nämlich die Technik des bewährten iPhone 5, aufgepeppt durch einen stärkeren Akku. Ansonsten ist alles beim Alten geblieben, eine gute Entscheidung. Im Gegenzug konnte Apple aber auch den Preis nicht massiv senken, in Deutschland startet das 5C bei 599 Euro mit 16 GB, die Variante mit 32 GB kostet 699 Euro. Billig ist anders. Dafür hat man die Qual der Wahl zwischen fünf poppigen Farben: Blau, Grün, Pink, Gelb und Weiß. Letzterem prophezeien wir die größten Chancen, da der große Bruder 5s nicht mehr in Weiß erhältlich ist.

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5s

Das 5S ist kurz gesagt, pures Hightech. Das beginnt beim neuen, nahezu doppelt so schnellen Prozessor namens A7, der mit 64-Bit-Technik arbeitet. Braucht man das zum Telefonieren? Mit Sicherheit nicht, doch für all die anderen Nettigkeiten, die Apple hier verbaut hat, ist der neue Chip gerade richtig. Wer mag, kann Spiele in bestechender Qualität zocken, die meisten werden sich aber über die assistierenden Rechenvorgänge freuen, die das iPhone beispielsweise beim Fotografieren im Hintergrund macht. Statt einem Foto werden jetzt gleich zehn gemacht und das Beste ausgewählt, bei Action-Szenen natürlich auch mehrere. Der Blitz bietet nun zwei LEDs in unterschiedlichen Farbtemperaturen, um eine perfekte Anpassung an das vorhandene Licht zu ermöglichen. Der eigentliche Sensor hat mit 8 Millionen zwar nicht mehr Pixel, dafür aber größere und liefert somit noch rauschfreiere Bilder. Eine Zeitlupenfunktion mit 120 Bildern je Sekunde ermöglicht ganz neue Effekte, und auch die Panoramafunktion wurde verbessert. Da sieht man, wo die Rechenleistung des Prozessors genutzt wird.

 

Zum schnellen Hauptprozessor gesellt sich noch ein weiterer Chip namens M7, der die diversen verbauten Bewegungssensoren auswerten kann, ohne den A7 zu wecken. Das ermöglicht die stromsparende Auswertung von Bewegungen, sei es für Sport-Apps oder andere Formen des Quantified Self. Am Ende des Tages mal eben nachsehen, wie viele Schritte man gemacht hat und wie viele Kilometer man gelaufen ist? Ein Kinderspiel. Da werden spezielle Sensoren demnächst nur noch für Blutdruck oder Herzfrequenz nötig sein.

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Ein absolutes Killer-Feature ist der in den Home-Button integrierte Fingerabdruckleser. TouchID nennt Apple diese Technik und sie erlaubt nicht nur das passwortlose Entsperren des Telefons, sondern auch Käufe aus dem App-Store oder iTunes per Fingertipp. Ein geniales Merkmal, das sicher auch in anderen Apps Verwendung finden wird. Man denke nur an die diversen Haussteuerungs-Apps, Banking-Software und ähnliches. Das iPhone 5s startet in Deutschland ohne Vertrag mit 16 GB bei 699 Euro, für 799 bzw. 899 Euro gibt es 32 bzw. 64 GB. Der Hunderter Aufpreis gegenüber dem 5c ist unserer Meinung nach gut investiert. Das 5s wird in drei Farben angeboten: Gold, Silber und Spacegrau.

 

iOS7

Beide Geräte kommen mit dem neuen Betriebssystem iOS 7, das seit 18. September erhältlich ist. Das von Apples Designer Jonny Ive gestaltete iOS kommt flacher und eleganter daher. Vorbei sind die Zeiten hölzerner Buchregale für digitale Medien oder lederner Einbände für binäre Notizen. Viele intuitive Bedienelemente erleichtern den Zugriff auf häufig genutzte Informationen. Insgesamt ein echter Gewinn, denn Ive hat hier ordentlich aufgeräumt. Da müssen nur die diversen App-Hersteller ihre Icons noch an den neuen Look anpassen.

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